Da bin ich nun vom Norden Balis in den Süden gewandert. Nach Jimbaran, um genau zu sein. Das liegt ein bisschen unter Denpasar, also sehr nahe am Flughafen, nahe an Kuta und nahe wunderschönen Stränden.

 

Von Sonnenuntergängen …

Ich bin nun mit einer lieben Freundin unterwegs, die ebenfalls digitale Nomadin ist und freue mich das Leben gemeinsam genießen zu können! Wie zum Beispiel, hier am Jimbaran Beach – die Sonnenuntergänge sind einfach atemberaubend! Jedesmal aufs Neue, wenn ich seh wie die Sonne, ihr Kunstwerk an den Himmel malt, bleibt mir die Luft weg und ich kann nur noch schauen … und staunen!

Sonnenuntergang am Jimbaran Beach

… und der Kunst seine Kreativität zu leben

Je länger ich unterwegs bin, desto mehr wird mir klar, dass ich trotz meines kreativen Berufs, meine eigentliche Kreativität sehr lange in eine Art Wachkoma versetzt habe. Sie war zwar da, durfte aber nicht so richtig raus. Das ist eigenartig zu erklären, weil ich ja als Webdesignerin und Fotografin jeden Tag kreativ sein muss. Es ist aber ein Unterschied ob du deine Kreativität für dich einsetzt oder in den Dienst anderer stellst.

Nur hin und wieder durfte meine Kreativität nach Luft schnappen, aber so richtig frei war sie nicht. Zumindest kam es mir schon so lange so vor, als würde etwas Essentielles fehlen. Als würde ich irgenetwas in mir tragen, das raus möchte.

Und jetzt … erwacht da etwas aus dem Dornröschenschlaf.

Ich zeichne wieder. Jeden Tag. Ein Talent, das ich in Kindertagen, ausgelebt und geliebt habe, war lange Zeit nicht von mir gefördert, gehegt und gepflegt worden. Ich merke, dass ich lang nicht mehr so geschickt mit dem Bleistift bin wie damals, aber ich merke auch wie es wieder kommt und reift.

Warum eigentlich?, frage ich mich. Warum hab ich eigentlich damit aufgehört? Warum dachte ich, zeichnen wäre nicht so wichtig. Glaubenssätze aus Kindertagen? Vielleicht. Ich kann mich nicht erinnern. Irgendwas hat mir lang ins Ohr geflüstert, dass es nicht so wichtig wäre. Vielleicht die Gesellschaft? Der Erfolgsdruck? Die Arbeit?

Warum eigentlich?, frage ich mich. Warum hab ich es immer hinten angestellt, sodass es nie an die Reihe kam? So lange nicht auf das Drängen und das Ziehen in der Brust gehört. Alles andere war immer viel wichtiger. Die Arbeit, die Verpflichtungen, die Anderen. Später, ich könne ja später noch zeichnen.

Ich pfeif auf später!

Ich möchte dir eine Erkenntnis verraten: „Später“ ist völlig wertlos!

Wenn es etwas gibt, dass du liebst – aus ganzem Herzen. Etwas, das dich frei macht und glücklich. Etwas, das ganz besonders für dich ist und dir ein Gefühl innerer Zufriedenheit gibt. Wenn du dieses Etwas gefunden hast, dann um Himmels Willen: TU ES!

Tu es jetzt! Tu es gleich! Tu es gleich nachdem du deine Augen am Morgen geöffnet hast.

Hör nicht auf die Stimme in deinem Ohr, die dir sagt, du musst erst noch dies oder jenes erledigen. Oder erst noch die Welt retten und dann darfst du dich erst um dich selbst kümmern. Lass die Stimme in deinem Ohr reden, sag ihr „Danke für deine Weisheiten, aber ich hab eine bessere Idee.“ und dann tu es einfach. Denk nicht mehr nach, ob es wichtig, produktiv, nützlich, wertvoll oder monetarisierbar ist. Tu es einfach!

Bei mir ist es das Zeichnen.

Vielleicht malst du gern, oder gehst gerne wandern. Vielleicht strickst, kochst, liest, schreibst oder tanzt du gern. Egal was es ist, tu mir und vor allem dir selbst einen Gefallen: Lass jetzt alles liegen und stehen und TU ES JETZT!

Kreativität lebenUnd was hat das Ganze jetzt mit dem Bild der Woche zu tun … Ich liebe Kaffee! Ach, und was ist das für eine wunderbare Gleichung. Eine Tasse heißer Kaffee + Bleistift + Papier = glückliche Nela.

Was ist deine Gleichung?

 

Auf meinem Instagram-Channel kannst du übrigens ein paar Sketches von mir anschauen. Dort halte ich meinen Fortschritt ein bisschen fest 🙂

 

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About Author

Hi, I`m Nela. Digital nomad, creative, board-, art- and ocean lover from Austria. Travelling since October 2015 and the worst travel blogger ever.

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